Die Humusbildung  ist die Grundlage für den ökologischen Freizeitgartenbau. Durch den Humus werden die mineralischen Bodenbestandteile Ton, Schluff und Sand zum Lebensraum für die vielfältigen Bodenlebewesen. Deren Aktivitäten verbessern die Bodenfruchtbarkeit z.B. durch die Bildung von Ton-Humus-Kolloid- Komplexen oder durch die Bindung von Stickstoff aus der Luft. Die Humusbildung verbessert auch unsere Klimabilanz, indem Kohlenstoff auf natürliche Weise lang- fristig im Boden gebunden wird. Sie geschieht durch Kulturtechniken wie Kompost- ierung, Mulchen und Gründügung, welche den Humusgehalt im Boden erhöhen, und durch Bodenbearbeitungsverfahren, die das Gedeihen der Bodenlebewesen fördern. Deswegen wollen wir die Fertigkeiten zur Humusbildung bei möglichst vielen Menschen erweitern. Dazu ge- ben wir unser Wissen beim gemeinsamen Tun kostenfrei weiter. Außerdem führen wur eigene Versuche mit Holzkohle, dem Bodenaktivator EMKO EM10, Kompostierungsbeschleunigern und Pflanzenpräparaten u.Ä. durch und veröffentlichen sie im Internet. Dabei kooperieren wir u.a. mit dem Plan-Verde e.V. Aus ökologischen und ökonomischen Gründen verzichten wir im Garten auf Maschinen mit Verbrennungs- motoren (Einzige Ausnahme: Ein Freischneider einer namhaften, dt. Firma, da sich schmale Wege nicht mit der Sense bearbeiten lassen und diese auch nicht häckselt). Wir arbeiten überwiegend mit Geräten der SHW Schmiedetechnik aus Friedrichstal und sind ausnahmslos zufrieden mit deren Qualität. Wir optimieren unsere Arbeitstechniken fortlaufend. Dabei sind wir aktuell auf zwei hervorragende Geräte gestoßen, die wir mit großer Freude im Einsatz haben: Die Doppelgrabegabel “Ohmden” ist ein extrem solide verarbeitetes Gerät zur Bodenlockerung. Dadurch, dass die äußeren und die mittlere der fünf Zinken länger sind, lässt sie sich gut durch seitliche Pendelbe- wegungen, bei denen jeweils nur einzelne Zinken maximalen Druck erhalten, in den Boden stechen. Der Doppel-Stiel ist so stabil, dass man auch sehr verdichteten Boden damit gut hochebeln kann, ohne ihn zu verbiegen. Wir haben den Prozess noch dadurch optimiert, dass wir zunächst mit dem Rodespaten eine Rille stechen in welche wir die Gabel dann leicht einstechen können. [Fotos am Seitenende] Die Radhacke Berg haben wir noch so neu, dass wir noch gar nicht alle Funktionen erproben konnten. Wir arbeiten mit dem größten Modell mit zwei Rädern und haben es mit zwei Kultivatoren 3-Zahn bestückt, um den Boden nach dem Lockern mit “Ohmden” klein zu krümeln. Obwohl unser Boden sehr schwer ist, geht das sehr gut. Dabei sollte man aber immer schön im Schwung vorwärts bleiben und lieber zweimal mehr drüberfahren, anstatt das Gerät ähnlich einer Hacke hin und her zu schieben. Will man das Gerät in seiner Hauptfunktion als Hacke verwenden, ist es wichtig, dass man lange Reihen mit präzisen Abständen hat. Die Holme lassen sich ergonomisch auf verschiedene Körpergrößen anpassen. Das Gerät ist stabil verarbeitet. Das Modell mit zwei Rädern lässt sich auch auf ein Rad umbauen, was nötig ist, wenn man statt zwei Reihen nur eine Reihe gleichzeitig hacken will. [Fotos am Seitenende] Radhacke Berg Radhacke Berg mit zwei Stück Kultivator-3-Zahn Immer schön flott schieben, lieber doppelt laufen Berg kann auf die individuelle Größe eingestellt werden Schneckenzaun und Schneckenkragen Schneckenkragen aus Metall Rille mit Rodespaten stechen Rille mit Rodespaten stechen Mit Doppelgrabe- gabel “Ohmden” Boden lockern Das Wippen rechts und links bringts “Ohmden” mit doppeltem Personal